FROSIO-Beschichtungsinspektion, ingenieurtechnische Bewertung und professionelle Ausführung mittels Seilzugang.
Seilpraktiker ist auf Korrosionsschutzarbeiten an schwer zugänglichen Stahlkonstruktionen spezialisiert. Wir verbinden professionelle Seilzugangstechnik mit langjähriger Erfahrung im schweren Korrosionsschutz.
Eigene FROSIO-zertifizierte Beschichtungsinspektoren, KOR-Schein-Inhaber, erfahrene Strahler und Beschichter sowie Bauingenieure ermöglichen uns, Korrosionsschutzsysteme nicht nur auszuführen, sondern auch zu prüfen, technisch zu bewerten und nachvollziehbar zu dokumentieren.
Unser Schwerpunkt liegt ausdrücklich auf Bauwerken, bei denen der Zugang selbst Teil der technischen Herausforderung ist – beispielsweise Funk- und Gittermasten, Stahlfachwerke, Kran- und Hafenanlagen, Industrieanlagen sowie Onshore- und Offshore-Strukturen.
Für Planung, Ausführung und Qualitätssicherung bilden die Anforderungen der DIN EN ISO 12944 eine wesentliche technische Grundlage. Bei Ingenieurbauten des Bundes arbeiten wir darüber hinaus nach den projektspezifisch vereinbarten Vorgaben der ZTV-ING, Teil 4 Abschnitt 3 – Korrosionsschutz von Stahlbauten.
Eine hochwertige Beschichtung lässt sich nicht allein daran beurteilen, ob sie optisch sauber ausgeführt wurde. Entscheidend sind unter anderem die Vorbereitung des Untergrundes, die klimatischen Bedingungen während der Verarbeitung, der vorgesehene Schichtaufbau sowie Schichtdicke und Haftung des Beschichtungssystems.
Seilpraktiker verfügt über mehrere FROSIO-zertifizierte Beschichtungsinspektoren im eigenen Team. Dadurch können wir bestehende Korrosionsschutzsysteme untersuchen, laufende Beschichtungsarbeiten qualitätssichernd begleiten und ausgeführte Leistungen technisch dokumentieren.
Der besondere Vorteil unserer Kombination aus FROSIO-Kompetenz und professionellem Seilzugang liegt im Zugang zum tatsächlichen Schadensbereich: Unsere Inspektoren können auch Bauteile untersuchen, die vom Boden oder mit konventionellen Zugangsmethoden nur schwer erreichbar sind.
Je nach Aufgabenstellung können unter anderem folgende Prüfungen und Kontrollen durchgeführt werden:
Welche Prüfungen erforderlich sind, richtet sich nach dem Bauwerk, dem Beschichtungssystem, der Aufgabenstellung des Auftraggebers und den jeweils zugrunde liegenden technischen Anforderungen. Maßgebend sind die vertraglich vereinbarten Regelwerke und Spezifikationen – insbesondere die DIN EN ISO 12944 sowie bei entsprechenden Ingenieurbauwerken die ZTV-ING Teil 4 Abschnitt 3.
Messwerte beschreiben einen Befund. Eine technische Bewertung ordnet ihn in den Zusammenhang des Bauwerks ein. Unsere Bauingenieure verbinden die Ergebnisse der Beschichtungsinspektion mit der Konstruktion, der Beanspruchung und dem vorgesehenen Instandsetzungsziel.
Dabei unterscheiden wir zwischen Schäden am Beschichtungssystem und möglichem Materialverlust am Stahl. Abplatzungen, Unterrostung oder freiliegende Stahlbereiche sind zu dokumentieren; aus ihrem Erscheinungsbild allein lässt sich die verbleibende Tragfähigkeit nicht ableiten. Bei Hinweisen auf Querschnittsverluste sind ergänzende Untersuchungen und gegebenenfalls ein statischer Nachweis erforderlich.
Bei der Bewertung beziehen wir die Anforderungen der DIN EN ISO 12944 und – sofern für das Projekt vereinbart – der ZTV-ING Teil 4 Abschnitt 3 in die technische Einordnung ein. So wird aus der Verbindung von Korrosionsschutz und Bauingenieurwesen eine belastbare Grundlage für die weitere Planung.
Wir führen Korrosionsschutzarbeiten insbesondere an schwer zugänglichen Stahlbauwerken aus. Verfahren, Vorbereitungsumfang und Beschichtungssystem stimmen wir auf den vorhandenen Zustand und die technischen Anforderungen des Projekts ab.
Eine partielle Instandsetzung setzt voraus, dass die verbleibende Altbeschichtung dafür geeignet ist. Schichtaufbau, Überarbeitbarkeit und Verarbeitungsbedingungen werden projektbezogen festgelegt und während der Ausführung kontrolliert. Die DIN EN ISO 12944 und bei entsprechenden Ingenieurbauten die ZTV-ING Teil 4 Abschnitt 3 bilden dabei – zusammen mit Leistungsverzeichnis, Herstellerangaben und projektspezifischen Vorgaben – wesentliche Grundlagen. Schutzmaßnahmen für Umgebung, Betrieb und anfallende Rückstände gehören zur Arbeitsvorbereitung.
Bei schwer zugänglichen Bereichen können Gerüste, Hubsteiger oder andere Zugangssysteme einen erheblichen Kosten- und Logistikfaktor darstellen. An Funkmasten, Stahlfachwerken, Containerbrücken, Offshore-Strukturen und anderen exponierten Bauteilen ist professioneller Seilzugang oft die einzige praktisch umsetzbare Zugangsmöglichkeit.
Unsere Aufgabe beginnt dort, wo konventionelle Zugänge an Grenzen stoßen: Wir entwickeln sichere Zugangs- und Rettungskonzepte, bringen Fachkräfte und Prüfmittel unmittelbar an den Schadensbereich und machen selbst schwierigste Arbeitsstellen kletterbar. Wir kommen überall ran!
Entscheidend ist die Gesamtmaßnahme. Flächenumfang, Arbeitsdauer, Materialtransport, Abschirmung, Betriebsabläufe und Witterung beeinflussen die Verfahrenswahl. Bei großflächigen, lang andauernden Arbeiten oder aufwendigen Einhausungen kann ein anderes Zugangssystem oder eine Kombination verschiedener Zugangstechniken zweckmäßiger sein.
Wir betrachten Zugang, Ausführung und Qualitätssicherung deshalb immer gemeinsam.
Höhe des Stahlfachwerkturms, ca.
Stahloberfläche, rund
Auftraggeber:
Bund
Ausführung:
vollständig in Eigenleistung
Am rund 85 Meter hohen Stahlfachwerkturm Hohenstadt führte Seilpraktiker für den Bund eine umfangreiche Korrosionsschutzmaßnahme an rund 3.500 m² Stahloberfläche aus.
Die komplette Maßnahme wurde durch Seilpraktiker vollständig in Eigenleistung erbracht: von der Baustellenorganisation über Oberflächenvorbereitung und Beschichtung bis zur begleitenden Qualitätssicherung und technischen Dokumentation. Das Projekt steht für die koordinierte Bearbeitung großer Stahloberflächen an einem anspruchsvoll zugänglichen Bauwerk.
Unsere Erfahrung umfasst langjährige Arbeiten an Containerbrücken und Krananlagen im Containerhafen EUROGATE Bremerhaven, Einsätze an Funk- und Gittermasten sowie Stahlfachwerken und Tätigkeiten im Onshore-Bereich. Offshore-Erfahrung sammelten unsere Teams unter anderem im Windpark BARD Offshore 1. Im Team arbeiten Fachkräfte mit teilweise jahrzehntelanger Berufserfahrung.
Funk- und Sendemasten, Gittermasten und Stahlfachwerktürme: viele Einzelbauteile, Verbindungspunkte und schwer erreichbare Oberflächen.
Containerbrücken, Krananlagen und Industrieanlagen: Zugang und Arbeitsabläufe müssen mit Betrieb und Logistik abgestimmt werden.
Windenergieanlagen, Onshore-Anlagen, Offshore-Strukturen, Brücken und Sonderbauwerke zählen zu den Bauwerken, für die wir projektbezogene Lösungen entwickeln.
Unsere Teams verbinden handwerkliche Ausführung, Beschichtungsinspektion und Bauingenieurwesen. Damit lassen sich Befunde, Maßnahmen und Ausführungsschritte innerhalb der Projektorganisation direkt abstimmen.
Prüfumfang, Zuständigkeiten und Dokumentationsanforderungen vereinbaren wir projektspezifisch.
Mitarbeitende
Mit dieser personellen Basis können wir auch größere Projekte mit mehreren Teams organisieren. Die konkrete Besetzung und Verfügbarkeit stimmen wir auf Umfang, Qualifikationsbedarf und Terminplan ab.
Wir bearbeiten Projekte in ganz Deutschland und bringen Erfahrung aus europäischen sowie Onshore- und Offshore-Einsätzen mit. Einsatzort, Zugangsbedingungen, Logistik und projektspezifische Anforderungen fließen frühzeitig in die Vorbereitung ein.
Ob FROSIO-Inspektion, Zustandsbewertung, Gutachten, Korrosionsschutz-Ausführung oder komplette Projektabwicklung: Wir klären mit Ihnen den passenden Leistungsumfang.
Hilfreich für eine erste Einschätzung sind Fotos, Standort, Bauwerksart, bekannte Schäden und Ihr geplanter Zeitrahmen.